Chronik der Kirche zu Thränitz 1942 - 2013

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Im September 1942 wurden die kleine und mittlere Bronze-Glocke der Kirche Thränitz (1462 gegossen) nach Hamburg-Wilhelmsburg gebracht. Sie sollten eingeschmolzen werden.
1949 konnte die Kirchgemeinde Thränitz die beiden Glocken unversehrt wieder in der Glockengießerei Franz Schilling Söhne, Apolda, abholen.

Frau und Herr Ruppelt verrichteten von 1945 - ca. 1958 den Kirchendienst.

Die Familie Werner Schlebe war seit Ostern 1948 bis 1989 im ehemaligen Pfarrhaus wohnhaft.
Herr Schlebe übernahm den Kirchendienst sowie organisatorische Arbeiten für den Friedhof bis zu seinem Tode 1989.

Die Kirche Thränitz wurde im Jahre 1952 unter Pfarrvikar Dr. Karl Ferdinand Lohe umgestaltet und hat ihr heutiges Aussehen erhalten. Hierbei wurde der verzierte Ausbau beseitigt. Der Turmaufgang, der Chor und die Orgel, die sich über dem Altar befanden, wurden auf die Eingangsseite verlegt. Die seitlichen Emporen wurden beseitigt und die Eingänge links und rechts verschlossen. Die ehemals über dem Altar befindliche Predigtkanzel hat jetzt ihren Platz auf der rechten Seite am Triumphbogen.
Die Kanzel ist mit 4 Apostelbildnissen geschmückt. Der Einweihungsgottesdienst wurde mit Landesbischof Dr. Moritz Mitzenheim gefeiert.

1990 wurde auf dem Friedhof Thränitz zum Tag der Deutschen Einheit eine Friedenslinde gesetzt.

Am 31.03.1991 erfolgte in einem Gottesdienst die Einweihung der transportablen Orgel neben dem Altar. Herr Pfr. Werner Vollbrecht erhielt sie als Geschenk von der Kirchgemeinde Esslingen-Zell, Baden-Württemberg, durch den Kirchenältesten Eicke Voigt. Diese Kirchgemeinde ist die Partnergemeinde von Salvator.

Die Erbbegräbnisstätte der Familie Keil, Pforten, viele Jahre auch als Leichenhalle genutzt, wurde im Jahre 1991 durch die Kirchgemeinde neu verputzt. Malerarbeiten sowie Farbe waren eine Spende. Das Dach wurde kostenlos von Dachdeckermeister Krause instandgesetzt. Ebenfalls wurde das untere Friedhofstor durch die Kirchgemeinde erneuert.

Der über Jahrzehnte verwahrloste und verkommene Friedhof wurde in mehreren Einsätzen von 1993 - März 1997 von den Kirchenältesten und einigen freiwilligen Helfern aufgeräumt. Hierbei mußten viele ungepflegte Gräber eingeebnet und die Grabsteine sowie Einfassungen entsorgt werden.
Wildwuchs wurde entfernt, neue Bäume und Sträucher gepflanzt.

Das Pfarrhaus sowie 2 Grundstücke wurden 1994 an die Familien Schüller sowie Dietsch verkauft. Der Einzug von Fam. Schüller war im Dezember. Fam. Dietsch zog im Mai 1995 in das neue Haus ein.

Ein großer Teil der Friedhofsmauer wurde 1994 von ABM-Kräften der politischen Gemeinde Thränitz instandgesetzt. Das erforderliche Baumaterial stellte die Kirchgemeinde bereit. Zwei Felder der baufälligen hinteren Friedhofsmauer wurden 2002 als Spende erneuert.

Durch einen Einbruchsdiebstahl mußte 1996 ein Kirchenfenster erneuert werden. 1998 und 1999 erhielt die Kirche durch die Firma Lutz Opelt drei weitere neue Fenster. Diese wurden vorwiegend durch Spendengelder finanziert.

Im Jahre 2000 erfolgte durch die Firma Straßburger, Kraftsdorf, die notwendige Inneninstandsetzung der Kirche. Hierbei wurden der Putz vollständig und der Fußboden erneuert. Die Bänke wurden instandgesetzt, das Holzpodest erneuert, zwei neue Fenster eingebaut und die Orgel sowie die Decke des Kirchenschiffs mit neuer Farbe versehen. Der Kunstmaler Holger Mittenzwei restaurierte die Decke über dem Altarraum, den Altar und die Kanzel. Die elektrische Anlage wurde durch die Firma Jander, Grobsdorf, neu installiert. Die Außenlampen bekam die Kirche als Spende. 8 Bänke erhielten eine elektrische Heizung. Das Dach des Kirchenschiffs wurde neu eingedeckt, sowie eine Dachrinne angebracht. Die Finanzierung erfolgte zu 64 % durch das Arbeitsamt über die OTEGAU sowie durch Spenden vieler Bürger aus Thränitz, Collis, Grobsdorf, Zschippern und Gera. Das Gutachten, erstellt durch die Firma Rehrl, wurde vom Kreiskirchenamt bezahlt.

Im August 2001 erfolgte nach nicht leichter Entscheidung und auf Anweisung der Denkmalpflege und des Kreiskirchenamtes der Außenputz und weiße Anstrich der Kirche. Finanziert wurde diese Maßnahme durch Spendengelder, überschüssige Lottomittel vom Land Thüringen und vom Kreiskirchenamt Gera. Am 11.11.2001 wurde der Einweihungs- und Dankgottesdienst durch Superintendent Dr. Mikosch und Pfarrer Werner Vollbrecht gefeiert. Anschließend gab es Kaffee und Kuchen in der Gaststätte Kutschbach.

Im April 2002 erhielt die Kirche auf Empfehlung des Kreiskirchenamtes eine Dränage und Regenwasserableitung. Die Kosten wurden von der Kirchgemeinde Thränitz durch Spenden getragen.

Der defekte Turmknopf und die reparaturbedürftige Wetterfahne wurden im April 2003 entnommen. Die Kosten für die Kranarbeiten übernahm ein Spender.

Im Mai 2004 erhielt der Kirchturm einen neuen vergoldeten Knopf und eine neue geschmiedete Wetterfahne. Die beim Abnehmen des alten Knopfes gefundenen Unterlagen wurden mit einer Tageszeitung und einem Schriftstück von Herrn Pfarrer Vollbrecht in den neuen Knopf gegeben. Die Kosten für die Anfertigung des Knopfes übernahm die Kirchgemeinde. Wetterfahne und Vergoldung des Knopfes wurden gespendet.

Bei der Öffnung des Kirchturmes wurde festgestellt, dass einige Balken des Daches und des Glockenstuhls vom Schwamm befallen waren. Die Sanierung erfolgte im September 2005 durch die Firma Dechant. Hierbei erhielt der Glockenturm auch eine Dachrinne. Das Schieferdach wurde notdürftig repariert, mußte aber in Zukunft neu eingedeckt werden. Die Kirchgemeinde finanzierte die Kosten.

Das 3. Grundstück des ehemaligen Pfarrgartens wurde an die Familie Taubert verkauft. Der Einzug in das neue Haus war im Februar 2006.

Im Februar 2006 erhielten auch weitere 10 Kirchenbänke eine Bankheizung. Finanziert wurde diese Maßnahme von der Kirchgemeinde.

Ebenfalls wurde aus Anlaß des 70. Geburtstages eines Spenders 2006 die seit 17 Jahren nicht mehr bespielbare Orgel restauriert. Hierbei wurden über 400 Pfeifen ausgebaut und gereinigt.

Nach jahrelanger mühevoller Forschung wurde von zwei interessierten Bürgern aus Thränitz zum Volkstrauertag 2006 eine Holztafel für die Gefallenen und Vermißten des 2. Weltkrieges in der Kirche gespendet und angebracht. Sie wurde der Holztafel für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, die restauriert wurde, angepaßt. Es konnten 29 Gefallene und Vermißte aus Thränitz, Collis, Grobsdorf und Zschippern ermittelt werden.

Im Januar 2007 wurde durch den Sturm Kyrill der hintere Teil der Friedhofsmauer vollständig zerstört und im gleichen Jahr wieder mit Fundament, das bisher fehlte, neu errichtet. Durch die Versicherung konnte der größte Teil der Kosten beglichen werden.

Eine Reparatur und Elektrifizierung der 3 Glocken erfolgte im März 2008. Hierbei mußte die Kirchgemeinde ein Darlehen in Höhe von 8 000 EURO aufnehmen. Der Rest wurde durch Spendengelder finanziert.

Im Juni 2008 erhielt die Kirche durch die Firma Halbauer Grobsdorf innen eine hinterlüftete Sockelverkleidung mit Beschichtung.

Ebenfalls erhielt die Kirche im Oktober 2008 durch einen Spender eine neue Kirchturmuhr.

2009 wurde der Gebläsemotor der Orgel repariert.

Im Mai 2009 erfolgte in einem Festgottesdienst die Verabschiedung von Herrn Pfarrer Werner Vollbrecht, der 25 Jahre als Seelsorger im Kirchspiel tätig war.

Die defekte Friedhofsmauer um den Haupteingangsbereich wurde mit Fundament ebenfalls durch die Firma Peloke, Thränitz, instandgesetzt.

Im Mai 2010 erhielt der Kirchturm durch die Firma Opelt, Hartmannsdorf, 3 neue Fensterläden. Alle Maßnahmen wurden von der Kirchgemeinde finanziert.

Seit August 2010 können jetzt die Glocken vom Altarraum eingeschaltet werden. Die Installation und das Material waren eine Spende.

Im Mai 2011 wurden Holzschutz- und Reinigungsarbeiten im Bodenbereich des Kirchenschiffes durch die Firma Straßburger, Kraftsdorf. durchgeführt. 50 % der Kosten übernahm das Kreiskirchenamt.

Nach ca. 20 Jahren war das untere Friedhofstor verfault. Es wurde im Oktober 2011 erneuert. Die Materialkosten übernahm die Kirchgemeinde. Die Arbeitsleistung wurde als Spende erbracht.

Ende 2012 wurde der Fußboden im Gemeinderaum der Kirchgemeinde Thränitz durch Herrn Christian Schüller erneuert.

Am 28.5.2013 begannen die Arbeiten zur Neueindeckung des Kirchturmdaches mit Schiefer durch die Firma Dinger, Linda. Beim Abbruch der alten Turmdeckung wurde festgestellt, dass auch die Turmschalung sowie einige Sparren und Bogenaufsätze des Dachstuhles erneuert werden müssen. Dies ist kurzfristig durch die Firma Dechant, Braunichswalde, erfolgt. Die Arbeiten wurden durch den Dauerregen, der die Flutkatastrophe auslöste, behindert und konnten am 19.7.2013 abgeschlossen werden. Finanziert wurde diese Maßnahme durch Eigenmittel der Kirchgemeinde Thränitz. Fördermittel des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege, Spendengelder und durch das Kreiskirchenamt. Leider mußte auch ein Darlehen aufgenommen werden.

Im Oktober 2013 wurde durch die Firma Schwall + Mayer ein Wasseranschluß auf dem Friedhof verlegt.

Pfarrer in Thränitz 1938 - 2009
1938 - 1946Pfarrer Heinrich Kreye
Pfarrer Friedrich Arnold (Aushilfe)
1947Pfarrer Dietrich Petrenz (Pfarrhaus Thränitz)
1948 - 1949Pfarrer Heinrich Kreye
1949 - 1950Pfarrhelfer Dr. Willy Schein
1951 - 1978Pfarrvikar Dr. Karl Ferdinand Lohe
1978 - 1980Pfarrer Bernhard Sparsbrod
1981Superintendent Otto-Heinrich Müller
Pfarrer Joachim Urbig (Aushilfe)
1981 - 1984Pfarrer Götz Bickelhaupt
1984 - 2009Pfarrer Werner Vollbrecht
2009Pfarrer Dr. Frank Hiddemann

Quelle:
Gerlinde Braune, Thränitz, 2013