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Das Kirchspiel Thränitz
mit Grobsdorf, Collis, Zschippern und dem Filial Kaimberg

von Bruno Geweniger, Gera 1930

Inhaltsverzeichnis
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Lehrer und Ortschronist Bruno Paul Geweniger

Rektor Bruno Geweniger

Bruno Geweniger 1919

Bruno Geweniger wurde am 30.11.1862 als 3. Sohn in Gera geboren.
Seine Eltern waren der Schlosser Franz Louis Geweniger in Gera und dessen Ehefrau Ernestine Pöhler aus Pößneck.

Nach dreijährigen Besuch der Bürgerschule in Gera trat er in das Landesseminar zu Schleiz ein und kam nach seiner 1882 dort abgelegten Reifeprüfung als zweiter Lehrer an die Schule in Gera-Zwötzen.

Michaelis 1885 geht der 1. Lehrer Ferdinand Große [+ Ronneburg 1906] in Pension und Bruno Geweniger wird Schulleiter.

Geweniger ist seit 1901 Rektor der Zwötzener Schule.

Am 30.10.1911 wurde die neue Schule in Zwötzen eingeweiht.
An der Verwirklichung dieses Neubaues für die Schuljugend war der Rektor Geweniger maßgeblich beteiligt.

Bruno Geweniger war zweimal verheiratet.

In erster Ehe am 19.5.1891 in Gera-Zwötzen mit "Livia Liberta Kühn, Wirtschaftsgehilfin, des verstorbenen Friedrich Franz Kühn, weil. Gutsbesitzer zu Zwötzen und dessen Ehefrau Henriette Ernestine Schultz aus Schafpreskeln, gleichhalber verstorben, Tochter."
Livia Liberta Geweniger, geb. Kühn, ist am 29.9.1869 in Gera-Zwötzen geboren und stirbt am 25.6.1897 in Gera-Zwötzen, Bahnhofstr. 12.
Aus der Ehe gehen 2 Kinder hervor.
* Zwötzen 1892 Hilda Erna, + Plauen 1972 und
* Zwötzen 1893 Kurt Hermann, + Gera 1964.

In zweiter Ehe am 5.11.1899 in Langenbernsdorf/Werdau mit Hedwig Marie Kahnes [1874 - 1958], To. des Franz Heinrich Kahnes [* 22.9.1847] und dessen Ehefrau Wilhelmine Luckner.
Hedwig Marie Geweniger, geb. Kahnes, ist am 29.12.1874 in Langenbernsdorf geboren und stirbt in Collis am 27.1.1958; begraben in Zwötzen am 31.1.1958.

Am 1.10.1923 wurde Bruno Geweniger nach 41 jähriger Wirksamkeit an ein und derselben Schule in den Ruhestand versetzt. Kurze Zeit vorher hatte er sich in Collis angesiedelt. Im Volksmund wird er "der alte Rektor" genannt.

Bruno Geweniger soll angeblich 1944 in seinem Haus in Collis gestorben sein. Das Sterbedatum war in den Kirchenbüchern von Zwötzen und Thränitz nicht zu ermitteln.
Bruno Geweniger wurde auf dem Friedhof in Gera - Zwötzen beerdigt. Das Grab ist heute noch vorhanden [2002].

Heimatgeschichtliche Arbeiten von Bruno Geweniger:

s.a. Die Klage der Bauern von Thränitz und Grobsdorf
1911 Beiträge zur Geschichte von Zwötzen
1928 Alt-Pforten
1928 Beitrag zur Geschichte der Zoitzmühle Gera-Liebschwitz
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 15. Heft 6/7.
1928 Eine Versammlung der unterländischen Bauern in alter Zeit :
ein Beitrag zur Leidensgeschichte des Bauernstandes.
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 15. Heft 8/9 und Heft 10.
1929 Aus dem Kirchspiel Thränitz
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 16. Heft 8.
1929 Rekrutierung in alter Zeit
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 16. Heft 8.
1930Das Kirchspiel Thränitz mit Grobsdorf, Collis, Zschippern und dem Filial Kaimberg.
1931 Beiträge zur Familienforschung :
eine Nachweisung von Familien aus der Umgebung von Gera auf Grund alter Urkunden.
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 18. Heft 7/8/9/10.
1934 Aus der Gutsgeschichte von Thränitz :
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 21. Heft 5.
1937 Oberröppisch, ein Beitrag zu der Geschichte des Ortes und der Güter bis zum Ende des 17. Jahrhunderts.
Oberröppisch, die Geschichte seiner Güter und Häuser von 1695 an bis heute.
Heimat-Blätter. Gera Jahrgang 24. Heft 4/5/6/7/8.

Quellen:
• Geraer Zeitung vom 29.11.1937
• Kirchenbücher Zwötzen
• Standesamt Gera
• Stadtarchiv Gera, III D25
• Mitteilung Gerhard Preußer, Poris - Lengefeld

 

© 2004 Werner Roth