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Erbbegräbnis Rittergut Schilbach

Grabstätten als Repräsentation von Adel und Bürgertum

Fabrikant und Rittergutsbesitzer Gustav Carl Siems

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Grabstätte von Carl Siems zu Schilbach

Mariane Siems an der Grabstätte von Carl Siems im Schlosspark Schilbach
Foto: Archiv Hubert Kösser, Flöha

Grabstätte von Carl Siems zu Schilbach

Grabstätte von Carl Siems im Schlosspark Schilbach
Foto: Archiv Harald Bannert, Schöneck/Vogtl.

Carl Siems mit Mariane Clauß bei ihrer Verlobung am 28.1.1896

Carl Siems mit Mariane Clauß bei ihrer Verlobung am 28. Januar 1896
Foto: Archiv Hubert Kösser, Flöha

Carl Siems und Mariane Siems 1912

Carl Siems und Mariane Siems geb. Clauß 1912
Foto: Archiv Harald Bannert, Schöneck/Vogtl.

Gustav Carl Siems ist geboren am 15.11.1868 in Limbach/Sa.

Er errichtet 1898 in Plaue bei Flöha eine Tüllweberei, welche er innerhalb von nur 10 Jahren zur größten in Deutschland ausbaut.

Seine Mutter und die Mutter seiner Ehefrau, Mariane Clauß, sind geborene Esche aus der Strumpfdynastie Esche in Limbach/Sa.

Der Vater von Mariane Clauß ist Ernst Otto Clauß, der Besitzer der Baumwollspinnerei Ernst Iselin Clauß Nachf. in Plaue bei Flöha.

Am 28. Januar 1896 verlobt sich Carl Siems mit Mariane Clauß, am 12. September des Jahres heiratet das Paar in der St. Paulikirche zu Chemnitz.

Aus der Ehe gehen 5 Kinder hervor:

  1. Ruth * Chemnitz 21.7.1897 oo Otto Willy Rodatz [1891‒1969] aus Gross Willkau

  2. Otto, * 27.4.1899

  3. Erica, * 18.10.1901, + 7.9.1990 oo Iván Karl Péterffy v. Jágocs

  4. Irene, * 8.6.1905, oo Hans Julian Szalla

  5. Margarete, * 3.12.1909, oo v. Prince

Gustav Carl Siems aus Plaue bei Flöha kauft am 14.3.1912 das Rittergut Schilbach um 1.100.000 Mark aus der Hand der Erben von Clara Luise Christiane v. Metzsch geb. v. der Lühe.
Clara Luise Christiane v. der Lühe ist verheiratet mit Victor Eugen v. Metzsch [1826‒1900].

Der weitläufige Rittergutspark wird 1913 von dem königlich sächsischen Gartenarchitekten Max Bertram aus Dresden-Blasewitz im Auftrag des Textilfabrikanten und Rittergutsbesitzers Siems entworfen und angelegt.

Am 31.5.1937 verstirbt Carl Siems während eines Kuraufenthaltes in Horneck am Neckar.

Er wird in Chemnitz eingeäschert und am 1.Todestages 1938 im Park von Schilbach beigesetzt.

Der Grabstein aus weißem Muschelkalk ist ca. 2 Meter hoch und von Prof. Friedrich Brodauf in Dresden-Loschwitz gestaltet.

Die Grabstätte mit dem Grabstein beseitigt man in den 1950er Jahren.

Quellen:
• Mitteilung Harald Bannert, Schöneck/Vogtl., 2021
• Tim S. Müller: Der Rittergutsbesitz im sächsischen Vogtland (1763‒1945)
• Josef Matzerath: Sächsischer Adel 1763‒1866
• Freie Presse, Lokalausgabe Flöha, Artikel vom 15.11.2018
• Mitteilung Hubert Kösser, Flöha, 2021

Grabstein von Mariane Siems geb. Clauß auf dem Friedhof in Erlangen

Grabstein von Mariane Siems auf dem Friedhof in Erlangen
Foto: Archiv Hubert Kösser, Flöha